Natürliche Dauerhaftigkeit von heimischen Holzarten

Einer der vielen Vorteile des Holzes, nämlich seine Zerlegung in seine Aufbaubestandteile am Ende der natürlichen Lebensdauer, stellt gleichzeitig ein großes Problem dar: Holzabbauende Organismen zersetzen nämlich auch das Holz, mit dem Bauwerke oder Produkte für den Garten- und Landschaftsbau erstellt worden sind.

Holz, das im Außenbereich eingesetzt wird, ist ständigen Witterungseinflüssen (UV-Strahlung der Sonne, Austrocknung, Regen usw.) ausgesetzt, die seine Oberfläche angreifen. Die damit verbundenen Änderungen der Holzfeuchte ermöglichen zudem einen Befall durch Schadorganismen wie Pilze und Insekten. Im Erdkontakt kommt noch die Gefahr durch Moderfäule hinzu.

Die relativ hohe Widerstandsfähigkeit einiger Holzarten gegen Pilz- und Insektenbefall ist auf ihre z.T. toxisch wirkenden Inhaltsstoffe zurückzuführen. Vergleichsweise deutlich ausgeprägt ist diese Eigenschaft bei den sog. "Kernholzarten".

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, in welche Dauerhaftigkeitsklassen die wichtigsten Holzarten einzustufen sind, wobei die Einteilung ausschliesslich für deren Kernholz gilt:

Natürliche Dauerhaftigkeit nach DIN EN 350-2

Dauerhaftigkeitsklasse Mittlere Standdauer Holzarten
1 sehr dauerhaft 13 Jahre Standdauer
nur überseeische Holzarten
(z.B. Teak unkultiviert)
1 - 2 dauerhaft - sehr dauerhaft z.B. Robinie
2 dauerhaft 8 - 13 Jahre Standdauer
z.B. Eiche, Red Cedar (unkuliviert)
3 mäßig dauerhaft 5 - 8 Jahre Standdauer
z.B. Douglasie (unkultiviert)
3 - 4 wenig bis mäßig dauerhaft z.B. Lärche, Kiefer, Douglasie (kultiviert)
4 wenig dauerhaft 3 - 5 Jahre Standdauer
z.B. Fichte, Tanne
5 nicht dauerhaft Weniger als 3 Jahre Standdauer
z.B. Buche

Unbedingt zu beachten ist:

  • Splintholz ist bei sämtlichen Holzarten grundsätzlich als "nicht dauerhaft" (Dauerhaftigkeitsklasse 5) einzustufen!
  • Bei allen Kernhölzern mit anhaftendem Splintholzanteilen ist eine Herabstufung bei den Dauerhaftigkeitsklassen vorzunehmen, da ein Pilzbefall des Splintholzes leicht auf den Kernholzbereich übergreifen kann!

Fazit:

Will man längere Zeit Freude an Holzprodukten für den Einsatz im Außenbereich haben, sind Holzschutzmaßnahmen erforderlich!