Qualität von Außenholzprodukten

Im Handel findet der Verbraucher ein kaum überschaubares Angebot an Außenholzprodukten z.B. für den Garten, den Landschafts- und Spielplatzbau und für die Landwirtschaft (z.B. Wein- und Obstbau). Da kann die Wahl mitunter schon zur sprichwörtlichen Qual werden. Denn woran sich orientieren?

Zumal man in einer Zeit lautstarker Rabattschlachten im Handel Gefahr läuft, den Verlockungen der Billigheimer mit ihrem „Geiz ist Geil“-Getöse zu erliegen. Dabei gilt gerade bei Gartenhölzern, dass das Billigste keinesfalls immer das Günstigste sein muss. Im Garten verbaute Hölzer müssen so einiges aushalten: Sonne und Regen, Hitze und Kälte – sie alle setzen dem Holz zu. Ebenso wie Pilze und Holz zerstörende Insekten. Ihre Schönheit und Funktion behalten Gartenhölzer also nur dann, wenn man sie nicht nur fachgerecht verbaut, sondern auch wirksam vorbeugend schützt.

Den besten Schutz gewähren industriell gefertigte Außenholzprodukte, die in einem Kesseldruckverfahren bzw. (bei Hölzern für Einsätze in der Land- und Forstwirtschaft) in einem Heiß-Kalt-Einstelltränkverfahren imprägniert wurden!

Doch Kesseldruckimprägnierung ist nicht gleich Kesseldruckimprägnierung, und hier hapert es insbesondere bei den Billigprodukten. Qualität ist also gefragt, nicht Rabatt.

Endverbraucher, Garten- und Landschaftsbauer sowie –architekten, Wein- und Obstbauern aber auch die Entscheidungsträger bei den Behörden (z.B. Gartenbau- und Grünflächenämter von Städten und Gemeinden) sollten deshalb beim Kauf bzw. bei der Ausschreibung unbedingt darauf achten, dass diese Kesseldruckimprägnierung nach DIN 68800-3 ausgeführt wurde. Weiter empfiehlt sich die genaue Angabe der Gefährdungs-/ Gebrauchsklasse. Diese hängt davon ab, wie die Hölzer später verbaut werden (Gefährdungs-/Gebrauchsklasse 4 bei Verbau mit Erdkontakt; Gefährdungs-/Gebrauchsklasse 3 bei Verbau ohne Erdkontakt). Nur mit diesen Angaben kann der Hersteller bzw. der Händler das Holz für den gedachten Einsatzzweck korrekt imprägnieren bzw. das passend geschützte Holz liefern! Auf Lieferscheinen und Rechnungen sollten diese Angaben (DIN 68800-3 und jeweilige Gebrauchsklasse) fixiert sein!

Nur ein derart geschütztes Außenholzprodukt ist wirklich langlebig und dauerhaft. Logisch – der Aufwand ist größer und deshalb kostet es (natürlich) etwas mehr als das „Billigprodukt“ aus dem Sonderangebot. Auf längere Sicht werden aber nicht nur der Geldbeutel, sondern auch unsere wertvollen, natürlichen Ressourcen geschont!