Heiß-Kalt-Einstelltränkverfahren

Die Heiß-Kalt-Einstelltränkung gehört zu den Nichtdruckverfahren und wird heute vor allem für die Imprägnierung von Baum-, Weinbergs- und Obstbaumpfählen angewendet. Eine Besonderheit dieses Verfahrens liegt darin, dass lediglich der besonders stark durch Holz zerstörende Pilze gefährdete untere Bereich der Pfähle (Erd-Luftzone) imprägniert wird, während der obere Teil unbehandelt bleibt. Es hat sich über viele Jahrzehnte bewährt und das Ergebnis sind Produkte mit einer besonders langen Haltbarkeit.

Wirkungsprinzip

Wenn trockene bis halbtrockene Hölzer zunächst in warmer Tränkflüssigkeit gelagert werden, dehnt sich die im Holz befindliche Luft aus. Bei nachfolgender Abkühlung entsteht – in Abhängigkeit von der Temperaturdifferenz – ein geringes Vakuum im Holz, durch das (nach der anfänglichen Spontanaufnahme) weitere Tränkflüssigkeit in das Holz hineingesaugt wird.