Wechseltränkung (Henriksson - Verfahren)

Die Wechseldrucktränkung hingegen ist ein "dynamisches Verfahren", das bei saftfrischen Hölzern (mittlere Holzfeuchte von etwa 80 bis 100 %) angewandt wird. Vor allem weißgeschälte Rundhölzer, die entweder kurze Zeit nach der Fällung des Baumes der Tränkung zugeführt werden oder in Rinde in abgedeckten Spezialpoltern (z.B. Berieselungsanlage) bis zur Schälung und Tränkung zwischengelagert wurden, werden mit diesem Verfahren geschützt.

Verfahrensablauf:

  1. Fluten des Kessels bei Atmosphärendruck..
  2. Erzeugung eines Tränkdruckes von mindestens 9 bar, der je nach Holzfeuchtigkeit zwischen 30 und 60 Minuten aufrecht erhalten bleibt.
  3. Übergang in die Wechseldruckperiode, wobei zunächst in sehr kurzen, dann immer länger werdenden Phasen Druck- und Vakuumintervalle miteinander abwechseln.

Wirkungsprinzip:

Unter Ausnutzung der geringen, im Holz befindlichen Luftmenge wird der jeweils noch im Holz befindliche Baumsaft (es fand ja keine Trocknung statt!) durch die Schutzflüssigkeit angereichert. Dadurch erhöht sich der Schutzmittelgehalt unter gleichzeitiger sukzessiver Zunahme der Splintholzdurchtränkung. Andererseits sinkt die Konzentration der in der Anlage befindlichen Imprägnierlösung (deshalb regelmäßige Kontrolle und ggf. Korrektur der Tränklösung durch den Imprägnierbetrieb erforderlich!).
Es gibt zahlreiche Varianten dieser Verfahren.