Holzschutz allgemein
Unter Holzschutz sind alle Maßnahmen zu verstehen, die zur Erhaltung und Verlängerung der Funktionstüchtigkeit und Gebrauchsdauer von Holz- und Holzwerkstoffprodukten dienen.
Beim vorbeugenden Holzschutz unterscheidet man folgende Maßnahmen:
1. Nicht - chemische Maßnahmen
- Natürlicher Holzschutz
(Verwendung von Holzarten mit einer auf den Einsatzzweck abgestimmten, natürlichen Dauerhaftigkeit - Wirkungen gegen Pilze und Insekten). Eine Orientierungshilfe zur Auswahl geeigneter Hölzer bietet die DIN-EN 350-2. - Baulicher Holzschutz
(Trockenhalten von Holz - Wirkung gegen Pilze) - Konstruktiver Holzschutz
(Fernhalten von Insekten vom Holz)
(Hinweis: Die beiden letzten Maßnahmen werden häufig unter dem Begriff "baulich-konstruktiver Holzschutz" zusammengefasst!)
2. Chemische Maßnahmen
- Chemischer Holzschutz
("Ungenießbarmachen" der Nahrung durch Einsatz von Holzschutzmitteln mit bioziden Wirkstoffen - Wirkung gegen Pilze und Insekten)
Nicht-chemische und chemische Holzschutzmaßnahmen dürfen weder als Gegensatz noch als beliebig austauschbare Alternativen gesehen werden! Ganz im Sinne eines "integrierten Holzschutzes" muß unbedingt eine wechselseitige Ergänzung aller in Frage kommenden Maßnahmen angestrebt werden.
Allerdings sind bei Hölzern im Außenbereich die Möglichkeiten zur Anwendung baulich-konstruktiver Holzschutzmaßnahmen nur begrenzt. Der Holzschutz beschränkt sich hier im Wesentlichen auf die Verwendung natürlich dauerhafter Holzarten, vorbeugende chemische Schutzmaßnahmen oder die Kombination von beiden.
