Baulicher Holzschutz

Unter baulichem Holzschutz sind alle planerischen, konstruktiven, baupysikalischen und organisatorischen Maßnahmen zu verstehen, die eine Minderung des Wertes oder der Funktionstüchtigkeit von Holz oder Holzwerkstoffen besondes durch Pilze, Insekten oder Meerestiere während der Gebrauchsdauer verhindern oder einschränken, z.B. durch

  • Vermeidung einer unzuträglichen Veränderung des Feuchtegehaltes von Holz und Holzwerkstoffen oder
  • des Zutritts von holzzerstörenden Insekten zu verdeckt angeordneten Holzteilen.

Eine unzuträgliche Veränderung des Feuchtegehaltes liegt insbesondere dann vor, wenn hierdurch die Brauchbarkeit der Konstruktion durch Schwinden und Quellen beeinträchtigt oder bei der die Voraussetzungen für einen Befall von holzzerstörenden Pilzen entstehen können.

Derartige bauliche Maßnahmen für Hölzer im Aussenbereich sind z.B.:

  • Niederschläge abführen (Vermeidung waagerechter Flächen; Risse nicht nach oben legen; Schaffung von Tropfnasen; Wasserablaufbohrungen dort, wo sich Staunässe bilden kann, Anfasung der Kanten usw.)
  • Tauwasser vermeiden!
  • Verbretterungen hinterlüften (Gewährleistung einer guten Luftzirkulation hinter den Holzbrettern).
  • Weitgehende Vermeidung von Erdkontakt (z.B. Verwendung von Pfostenschuhen)
  • Gefährdete Stellen (vor allem Hirnholzflächen) dauerhaft abdecken

Wichtig zu wissen: Auch bei Anwendung vorbeugender chemischer Schutzmaßnahmen sind zunächst alle Möglichkeiten für baulich-konstruktive Holzschutzmaßnahmen auszuschöpfen!