Herbst: Die ideale Zeit für die Gartengestaltung mit Holz

Die diesjährige Freiluftsaison liegt nahezu hinter uns. Trotzdem sollte man schon jetzt an das nächste Frühjahr denken: Im Spätsommer und Frühherbst ist das Gartenholzangebot bei den Anbietern noch sehr groß, die Verkäufer haben deutlich mehr Zeit für die individuelle Beratung und die Auswahl kann ohne großes Gedränge getroffen werden. Und das Beste: Bei den ersten Sonnenstrahlen im nächsten Frühjahr kann man sofort in die neue Gartensaison starten.

Holz richtig einsetzen

Beim Einkauf ist allerdings zu beachten, dass insbesondere Witterungseinflüsse und Pilze dem Holz über kurz oder lang stark zusetzen können. Deshalb ist es essenziell zu wissen, wo natürlich dauerhafte Holzarten eingesetzt werden können und wo imprägniertes Material seine Vorteile ausspielen kann. Dies hängt vorwiegend von den Gebrauchsbedingungen ab, denen das Holzprodukt während der Nutzungsphase ausgesetzt sein wird. Soweit es sich nicht aus dem Produkt selbst ergibt, muss deshalb möglichst präzise angegeben werden, wo und wie es verbaut werden soll. Stark vereinfacht gilt: Je sicherer ein Erdkontakt ausgeschlossen wird, desto geringer der Splintholzanteil ist und je schneller Feuchtigkeit von der Holzoberfläche abgeleitet wird, desto weniger ist das Holz gefährdet.

Eignung für den Außenbereich

Oft von hoher Dauerhaftigkeit, auch im Erdkontakt, ist das Kernholz vieler Tropenholzarten. Wer auf sie verzichten will, muss wissen, dass – ungeschützt – von den heimischen Hölzern in diesem Einsatzbereich praktisch keine infrage kommen: Sie müssen deshalb in einem Kesseldruckverfahren imprägniert werden. Vergleichsweise gut geeignet für den Einsatz im Außenbereich ohne Erdkontakt sind z.B. das Kernholz von Europäischer Lärche und Douglasie. Insbesondere bei waagerecht verbautem Material muss allerdings auch bei ihnen darauf geachtet werden, dass auf der Holzoberfläche keine Feuchtenester entstehen, z.B. durch Laub, Sand und Erde o.ä. Dies erfordert einen gewissen Pflegeaufwand. Weiter muss das Holz unbedingt frei von Splintholzanteilen sein, da Splintholz bei allen Holzarten nicht dauerhaft ist. Kann dies nicht gewährleistet werden und legt man die Priorität auf eine möglichst lange Haltbarkeit, ist auch das Holz dieser Arten zu schützen – am besten in Form einer fachgerecht durchgeführten Kesseldruckimprägnierung nach RAL. Für weniger dauerhafte Holzarten wie z.B. Fichte und Kiefer gilt dies grundsätzlich.

Beim Außenholzeinkauf beim Fachhandel anklopfen

Doch ob aus natürlich dauerhaften Holzarten oder kesseldruckimprägniert: Die Herstellung von Außenholzprodukten erfordert sehr viel Erfahrung und Know-how, über die nur Fachbetriebe verfügen, wie sie im Deutschen Holzschutzverband e.V. und in der RAL-Gütegemeinschaft imprägnierte Holzbauelemente e.V. organisiert sind. Weitere Informationen zum Thema „Außenholz“ finden Sie unter www.mit-sicherheit-haltbar.de

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